St. Marien-Hospital Mülheim an der Ruhr GmbH

             Ein Krankenhaus der Contilia Gruppe

Viele Gemeinsamkeiten und herzliche Atmosphäre

Im Oktober des vergangenen Jahres besuchten Krankenschwestern des St. Marien-Hospitals das Pasabahce-Krankenhaus im türkischen Beykoz und lernten den dortigen Arbeitsalltag kennen. Diese Woche stand nun der Gegenbesuch acht türkischer Schwestern in Mülheim an. Neben Sightseeing und weiteren gemeinsamen Aktivitäten wurden den Gästen alle Möglichkeiten gegeben, intensive Einblicke in die verschiedenen Stationsbereiche des Krankenhauses zu erhalten.



Aysel Sirin leitet im Pasabahce-Krankenhaus die Station für Orthopädie, auf die auch Unfallpatienten aufgenommen werden. Die Station für Unfall- und Wiederherstellungs- und Orthopädische Chirurgie im St. Marien-Hospital weist viele Gemeinsamkeiten damit auf. Die dortige Leiterin, Schwester Marita empfängt die türkische Kollegin und führt sie persönlich über die Station. „Die Ruhe ist faszinierend“, merkt Aysel Sirin an. Ihr sei sofort aufgefallen, dass hier alle sehr viel ruhiger agieren. „Es gibt hier keine Hektik. Alle sind freundlich und gelassen.“ In der Türkei ist es üblich, dass stets ein Angehöriger bei seinem Verwandten im Krankenhaus verbleibt und einfache Pflegetätigkeiten übernimmt. Dadurch sei auf den türkischen Stationen grundsätzlich einfach mehr Betrieb. „Komplett freie Gänge wie hier gibt es bei uns nicht.“

Der Gang über die Station ist für alle Beteiligten gleichermaßen aufschlussreich. Es ist keineswegs nur der türkische Gast, der Fachfragen stellt. Schwester Marita ist nicht minder an der Arbeit ihrer Kollegin interessiert. Im Rahmen der Begehung wird auch das hier verwendete medizinische Gerät und die Zimmer genau unter die Lupe genommen. Eine sogenannte V.A.C-Pumpe weckt dabei besonderes Interesse. Sie ist eine der wenigen Utensilien, die Aysel Sirin bisher unbekannt sind. Ihre deutsche Kollegin gibt gerne Auskunft. Zum Abschluss des Rundgangs erhält die 33-Jährige auch noch Einblick in die tägliche Verwaltungsarbeit einer deutschen Krankenschwester.



Nach zwei Stunden intensiver Gespräche – mit Hilfe einer zweisprachigen Mitarbeiterin des Krankenhauses, die während der gesamten Zeit übersetzt hat – zieht der türkische Gast eine positive Bilanz: „Es war ein sehr interessanter Rundgang.“ Am Freitag wird sie ihre Eindrücke mit zurück in die Heimat nehmen und will sie in ihren Berufsalltag einfließen lassen. „Hier wird intensiver mit Hilfe der IT dokumentiert. Mehr IT, weniger Papier“ sei eines der Ziele, die sie zukünftig anstrebe. Und die Einführung der V.A.C-Pumpe will Aysel Sirin auch anregen.