




Das St. Marien-Hospital investierte 2 Millionen Euro in Neubau der Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Muhrenkamp.
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Bis Ende 2008 war die Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des St. Marien-Hospitals in Mülheim an der Dimbeck untergebracht. Ein Altbau war das und schön anzusehen, aber nicht mehr zweckmäßig und zeitgemäß. Nun wurde in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses am Muhrenkamp 9 neu gebaut: Auf 794 m finden die Patienten moderne Therapieräume zum Wohlfühlen.
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Gelb- und Orange-Töne dominieren auf drei Etagen plus Keller. Auch die Stühle, die im Entspannungsraum aufgereiht sind, sind in Apricot gepolstert. Gelbe Decken liegen bereit, eine Lampe spendet gedämpftes Licht, aus Lautsprechern zirpen Grillen. Ruhe finden die 30 Patienten der Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie dort, einen Ort zum Abschalten vom straffen Therapieplan. Fünf Tage in der Woche von 8 bis 16 Uhr kommen Menschen mit akuten psychischen Störungen her, Patienten, die noch nicht oder nicht mehr stationär behandelt werden müssen, die aber mehr Halt brauchen als ihnen eine ambulante Therapie bieten kann.
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Gesprächs-, Ergo-, Bewegungs- und Musiktherapie sowie medikamentöse Behandlung bietet das elfköpfige Team der Tagesklinik im neuen Gebäude. Dessen Vorteile aus therapeutischer Sicht kennt Dr. Rudolf Groß, Chefarzt der Klinik und der Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des St. Marien-Hospitals: Denn nicht nur, dass die Räume mehr Raum bieten, sie sind auch „barrierefrei und liegen wesentlich zentraler“. Zudem befinden sie sich gegenüber des Krankenhauses, näher dran als vorher, aber dennoch räumlich getrennt: „So bleibt es für Patienten eine Zäsur, wenn sie von der stationären in die teilstationäre Behandlung kommen.“
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Im Jahr 2002 übernahm das St. Marien-Hospital die Trägerschaft der Tagesklinik vom Caritas-Verband. Standort blieb an der Dimbeck. Seit die Caritas allerdings 2004 in ein neues Zentrum zog, fielen Räume weg, und es galt zu „improvisieren“. Etwas Neues musste her. Am Muhrenkamp fand man ein geeignetes Grundstück der Pastor-Jacobs-Stiftung, die die Fläche für diese neue Nutzung freigab. „Ein Niedrigenergiehaus“ wurde dort in Rekordzeit errichtet. Baustart war im März, der Umzug Mitte Dezember 2008. Nun sorgt etwa eine „mit Erdgas betriebene Wärmepumpe“ für eine, so der technische Leiter Wilfried Siegel, „ökologische Wärmeversorgung“. Einen „wichtigen Schritt, um die psychiatrische Versorgung in Mülheim für Mülheimer zu verbessern“, nennt Dr. Dirk Albrecht, Geschäftsführer des St. Marien-Hospitals, das neue Gebäude. Denn 95 Prozent der Menschen, die dort behandelt werden, stammen aus der Stadt. „Kontinuierlich“ habe man das psychiatrische Leistungsangebot ausgebaut und optimiert, zuletzt die Zahl der stationären Plätze erhöht, um der stetig steigenden Zahl der psychischen Erkrankungen gerecht zu werden. Insgesamt investierte das St. Marien-Hospital rund zwei Millionen Euro in die Tagesklinik.
Text: Julia Damm
Fotos: Michael Weegen
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